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Ka r n e v a l

 

Die Geschichte des Karnevals ist uralt. Schon um 4000 vor Christus wurden Feste gefeiert wärhend denen man sich verkleidete, sich schminkte oder Masken trug.

Heutzutage finden übers ganze Jahr und in der ganzen Welt maskierte feste statt die voller Rituale und Symbole sind.

In Europa, sind die zwei wichtigsten Halloween, ein alter keltischer Brauch und Karneval. Karneval teilt sich in zwei Gruppen auf. In den Städten finden Umzüge mit Musikern statt wärhend denen grosse maskierte Figuren sich über lokale oder internationale Politiker lustig machen, so werden diese wichtigen Leute wider an Ihren Platz verwiesen und das Folk übernimmt die Macht.

Und, wie bei uns, wird während Karneval, in den Dörfern, die normalerweise herrschende Ordnung von Horden "wilder Männer", verschiedensten Tieren und in Frauen verkleidete Männer durcheinander gebracht. Was bedeutet, dass die Rollen vertauscht sind und, dass keine Regeln mehr gelten. Sogar die Grenze zwischen den Welten der Lebenden und der Toten verschwindet. 

Auch wenn sich die jungen Masken wenig darum kümmern, so sind doch viele Riten und Symbole aus den verschiedenen Karnevals der Welt ähnlich.

§Die Glocken: die die bösen Geister fern halten sollen.

§Der Tod: der die Rückkehr der Toten in mitten der Lebenden während der Karnevalszeit symbolisiert.

§Das Karnevalsmännchen: das für seine Exzesse in dieser zeit verurteilt und am Fasnachtsdienstag hingerichtet wird.

§Die wilden Männer und Tiere: sie stehen für die Geister die in den letzten Ecken der Berge herrschen und das Dorf und dessen Bewohner bedrohen. Aber auch für die Schattenseite die jeder hat und die die Karnevalszeit und die Maske nutzt um sich zu äussern. 

§Die Konfetti: sie symbolisieren die Fruchtbarkeit, wie der Reis der Hochzeit und in manchen Regionen werden Nüsse oder Mandarinen geworfen. Dieser Brauch stammt aus Zeiten in denen solche Wahren sehr teuer waren und von den Adeligen mit dem Volk geteilt wurden.

Feste wie Karneval habe ihre volle Legitimität. Sie ermöglichen es, das universelle Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten, Leben und Tod, Reichen und Armen wieder herzustellen.

Ursprung des Karnevals

Der Evolèner Karneval

Wie für alle Karnevalfeste und maskierten Rituale in der Welt (Halloween, St Nikolaus,...), sowie die  Anfänge der Religionen, liegen die Wurzeln des Evolèner Karnevals in der Entstehung des kognitiven Denkens, in den Ursprüngen des menschlichen Denkens und den Fragen um den Tod, die Krankheit, das Leben und das Überleben.  Erst das Christentum hat Religion (so wollte es der Monotheismus) und maskierte Rituale getrennt - die sie heidnisch nannte.

Der Evolèner Karneval bildet keine Ausnahme in der Regel: er ist ein Ritual, das das ewige Gleichgewicht darstellt (Leben/Tod, Gut/Böse, Yang/Yang, Tag/Nacht, männlich/weiblich,...), ein Ritual, das die Risiken des Lebens veranschaulicht, in der Hoffnung sie beeinflussen zu können.

Ziel des Karnevals ist, es unter anderem, die bösen Geister wie den Tod, die Krankheit, und  das Unglück, die grössten und dunkelsten Ängste des Menschen, zu vertreiben und die  manchmal zerstörenden Kräfte der Natur, wie Lawinen, grosser Frost und Verlust der Ernte, zu bekämpfen. 

Geschichte des Karnevals in Europa

Urgeschichte


Schon in der Vorgeschichte wurden die wichtigen Ereignisse im Leben des Klans vom maskierten Schamanen ritualisiert - Geburt, Tod, Jagd, Übergang ins Erwachsensein...


Geschichte

- 4000 vor JC

Etrusker und Sumerer



Feste die wahrscheinlich dem Gott Fufluns (=Dionysos)  und dem Gott Faunus (=Pan) gewidmet waren, während denen die Rollen umgekehrt wurden. Der schlimmste Gefangene wurde König und der König wurde eingesperrt, die Armen wurden reich, die Sklaven befahlen ihren Gebietern. Am Ende der Festlichkeiten wurde der Festkönig hingerichtet und jeder nahm wieder seinen ursprünglichen Platz ein.


-2000 vor JC

Griechische Antike

An Dionysos gewidmetes Fest. In Trance und mit Tierhäuten angezogene Frauen rennen durch die Strassen und begleiten den die Zeremonie leitenden Priester.


-700 vor JC

Römisches Reich

An Bacchus gewidmetes Fest. Während den Bacchanalen (römische Orgien) war alles erlaubt.


1000 nach JC

Mittelalter

Heidnische Theater, geerbt von den etruskischen, griechischen und römischen Tragödien und Komödien, wurden zur Unterhaltung der Adligen und Geistlichen gespielt. Sie sind der Ursprung des Städtekarnevals (Basel, Venedig, Nice, Rio,...).

Der Strassenkarneval, eine Art Markarade die von den armen Leuten und den Bauern gespielt wurde, hat sich zu den traditionellen ländlichen Karnevals entwickelt (Urnäch in der Schweiz, Berchtesgarden in Deutschland, Salzburg und Salzkammergut in Osterreich) und zu den Bergkarnevals (Lötschentahl und Evolène in der Schweiz, Mittenwald in Deutschland).

 

Diese Liste ist nicht vollständig, denn andere Völker haben uns ebenfalls einen Teil ihrer Kultur mitgegeben - Kelten, Gallier, Wikinger, Hunnen, Sarazenen, Maurer - und haben unsere Bräuche stark beeinflusst.


Symbole in Evolène

Die "complets" - Kostüme

Die "Peluches" (Kostüme aus Tierfell) und die "Empaillés" (Strohmänner) stellen die wilden Menschen und die Ahnen dar. Sie sind das Symbol der Fruchtbarkeit, der Wiedergeburt und der Kräfte der Natur.

Die "visagères" - die Masken

Die Masken der "Peluches" symbolisieren die übermenschlichen Kräfte der Tiere die sie darstellen. Der Flug des Adlers, die Nachtsicht des Wolfes, das Überwintern des Bären,...

Sie vervielfachen auch die Kräfte die in jedem schlummern und die imstande sind uns zu helfen. Die Kraft des Löwen, die List des Fuchses, die Wendigkeit und Unabhängigkeit der Katze, die Hartnäckigkeit des Dachses,...

Die Masken der "Empaillés" sind meistens Menschen, Teufel oder Monster. Sie stellen den Geist unserer Vorfahren und der Toten dar, sowie alle bösen Geister die man versucht zu besänftigen um sie milde zu stimmen. Sie symbolisieren die tiefen Ängste deren die sie tragen, aber auch deren die sie betrachten.

447 nach Christus, beim Konzil von Toledo, hat die Kirche erstmals den Teufel als heidnisch bezeichnet. Vorher war er Symbol von Kraft, Fruchtbarkeit und der ewigen Wiedergeburt der natur. Er trug ebenso viele Namen wie es Zivilisationen gab die ihn feierten: Dionysos, Pan, Odin, Amon, Serapis, Fufluns, Februa, Faunus, Bacchus, Tanathos, Orcus, Pluton, Adhes, Dis Pater, Sabazius, Soma, Ouranos, Sûrya Pavaka, Loki, Seth, Pazazu, Hrund…

Die "Maries" – Marien

Karneval steht als Spiegel der Gesellschaft, und jeder Spiegel reflektiert ein umgekehrtes Bild. Die "Maries"  stellen dieses Vertauschen der Rollen dar, das es ermöglicht die Fehler und Macken der Menschen um uns herum zu zeigen.

Die Glocken und die Buchsenkostüme

Die Büchsen und die Glocken halten die bösen Geister fern von den Dörfern und deren Bewohnern. Zeit und Raum die dem Menschen zu Verfügung stehen scheinen zu schrumpfen und  das Jenseits befindet sich an der Grenze des Dorfes.

Der Mensch sucht in allen Rätseln ein Echo für seine innere unendliche Tiefe und erschafft Darstellungen des Unbekannten das ihn umgibt weil er nicht verträgt sich darin zu verlieren.

 

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